Zielgruppe
Forensische Fachkräfte, Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte, Sachverständige der Rechtsmedizin und forensischen Psychiatrie/Psychologie, Ermittlerinnen und Ermittler
Inhalt
Dieses
interdisziplinäre eintägige Trainingsprogramm wurde in enger Zusammenarbeit mit
dem Forensischen Insitut Zürich (FOR) entwickelt.
Der
Glaube, Entscheidungen völlig rational und unbeeinflusst fällen zu können, ist
eine vom Gehirn erzeugte Illusion. Kontextfaktoren, Erwartungen, Suggestionen,
subjektive Überzeugungen sowie motivationale und emotionale Aspekte können
schon zu Beginn der Ermittlungstätigkeit mitwirken und die weitere
Informationssuche bzw. abschliessende Beweiswürdigung im Gericht beeinflussen.
Tatsächlich wird unser Bild der Realität nach bestimmten Mustern konstruiert
und greift auf Vorerfahrungen und Routinen zurück. Anhand konkreter Beispiele,
Übungen und Studien wird aufgezeigt, welche unbewussten Denkmuster das
Erstellen von Ablauf-Varianten beeinflussen können. In Kleingruppen erhalten
die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam
zu erörtern, wie und unter welchen Voraussetzungen unerwünschte Einflüsse auf
individueller und organisationaler Ebene minimiert werden können. Darüber
hinaus gibt es Raum für offene Diskussionen und Überlegungen, wie diese
Strategien auf das eigene Arbeitsumfeld oder die eigene Organisation
zugeschnitten werden können.
Siehe unsere Veröffentlichung über Bias in Gerichtsurteilen und unsere Veröffentlichung über Bias in der Forensik.
Dieser Kurs kann individuell auf verschiedene Bedürfnisse und Organisationen zugeschnitten werden - bitte kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.
